
ZUR PERSON:
Jahrgang 1964, diverse Studien, u.A. Veterinärmedizin
Didaktikerin, Schwerpunkt „Kreative Mathematik und vernetzte Naturwissenschaften“
2011 Gründung des Science Pools – privat finanzierte NPO auf dem Gebiet der MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche
Im Stammhaus in Wien Simmering finden sich neben Workshopräumen auch das „Museum der Nerdigkeiten“ und der „Notnasenzoo“.
ZUM WORKSHOP
Der „Notnasenzoo“ hat seine Wurzeln in Workshops, die Kinder mit Wirbellosen bekannt machen. Im Ursprung konnten Schülerinnen und Schüler Stabschrecken, Fauchschaben und Achatschnecken beobachten und mit ihnen arbeiten. Die Workshops wendeten sich besonders an Stadtkinder und junge Menschen aus verschiedenen Kulturen und vermittelten Umgang und Wissen.
Es dauerte nicht lange, da fanden Exoten aus wenig artgerechter Haltung ebenfalls ein Zuhause im Science Pool. Der „Notnasenzoo“ war geboren. Auch in Zusammenarbeit mit entsprechenden Stellen leben mittlerweile vom Axolotl bis zum Tenrek Tiere in möglichst artgerechter Haltung in unseren Räumen. Sie werden vorsichtig sozialisiert und arbeiten in Workshops mit Schülerinnen und Schülern. Das Ziel der Workshops ist nicht nur, Wissen über die Tiere zu vermitteln, sondern auch ihr kommunikatives Verhalten und ihre Bedürfnisse zu zeigen. In den vergangenen Jahren sind uns viele Tiere begegnet und haben ihre Lebensgeschichten mit uns geteilt – sie zeigen den Workshopteilnehmenden den Sinn und die Grenzen der Haustierhaltung: Von der Bartagame, die drei Gelege in ihrem Bauch hatte, über die Eierschlange, die hinter dem Geschirrspüler wohnte, bis zu dem dreibeinigen Hund, der an der Tür angebunden wurde und zum ersten Therapiebegleithund des Science Pools wurde. Ein Schwerpunkt auf Wirbellosen ist geblieben: Auch die Frage, wie ohne Vorgaben aus dem Tierschutz eine Haltung und die Kommunikation gestaltet werden kann. Wer hätte schon gedacht, dass Fauchschaben durch Beobachtung lernen können?