Dr. Sandra Foltin

ZUR PERSON:

Dr. Sandra Foltin ist ein echtes „Pottkind“ – verwurzelt im Ruhrgebiet, aber mit
internationalem Horizont. Einen Tag nach dem Abitur zog es sie in die USA, wo aus einem
geplanten Jahr ganze elf wurden. Dort studierte sie Psychologie und Jura und begann im
Rahmen ihres Studiums mit dem tiergestützten Einsatz gemeinsam mit ihren drei damaligen
Tierschutzhunden über die Delta Society (heute Pet Partners Program).
Zurück in Deutschland gründete sie einen Natur- und Tierschutzverein und initiierte das
Projekt „Hunde-auf-Rädern“, einen ehrenamtlichen Tierbesuchsdienst. Kurz darauf folgte
die Gründung von TTA-NRW, einer Fortbildungseinrichtung für tiergestützte Intervention.
Ihr Anliegen: eine hundgerechte, ethisch fundierte und achtsamkeitsbasierte
Wissensvermittlung im Bereich des tiergestützten Arbeitens.
Aus Leidenschaft für die Forschung studierte Dr. Foltin zusätzlich Biologie und promovierte
über Orientierungsverhalten, Exploration und Kognition des Hundes – mit besonderem
Fokus auf das Zusammenspiel von Mensch und Hund.
Heute engagiert sie sich mit Herzblut im Tierschutz, arbeitet mit ihren Hunden in
verschiedenen tiergestützten Settings und ist als Referentin, Autorin und Wissenschaftlerin
tätig. Dr. Foltin hat zahlreiche Fachpublikationen veröffentlicht und Bücher zu den Themen
tiergestützte Intervention und psychische Erkrankungen beim Hund verfasst.
Darüber hinaus ist sie wissenschaftliche Beirätin des Qualitätsnetzwerks Schulbegleithund
e.V., Vorstandsmitglied bei ESAAT, aktives Mitglied von IAHAIO , ist § 11 zertifiziert und
regelmäßig als Vortragende und Dozentin in Webinaren zu hundebezogenen Themen im
Einsatz.
Mehr über ihre Arbeit unter:
www.sandra-foltin.com

ZUM WORKSHOP:

Das Alter des Hundes in der Tiergestützten Intervention – Bedeutung,
Herausforderungen und ethische Verantwortung
Dauer: 45 Minuten
Das Alter eines Hundes spielt in der tiergestützten Intervention (TGI) eine zentrale Rolle –
sowohl aus biologischer, kognitiver und gesundheitlicher Perspektive als auch im Hinblick
auf Haftung, Tierschutz und Ethik. Mit zunehmendem Alter verändern sich Wahrnehmung,
Belastbarkeit und Verhalten eines Hundes. Diese Veränderungen zu erkennen und sensibel
darauf zu reagieren, ist entscheidend für das Wohlbefinden des Tieres und die Qualität der
Intervention.
In dieser 75-minütigen Einheit werden die Teilnehmenden dafür sensibilisiert, wie wichtig
eine altersgerechte Einschätzung und Begleitung von TGI-Hunden ist. Neben der Betrachtung
aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse geht es auch um praktische Strategien, um ältere
Hunde weiterhin sinnvoll und würdevoll in tiergestützte Settings einzubinden – oder
gegebenenfalls einen behutsamen Ausstieg zu gestalten.
Inhalte:
 Biologische und kognitive Veränderungen im Alter: Sinnesleistung, Beweglichkeit,
Gedächtnis, Lernfähigkeit
 Kognitive Einschränkungen und Canine Demenz: Früherkennung, Umgang,
Einfluss auf Verhalten und Einsatzfähigkeit
 Tierschutz und Ethik: Verantwortung gegenüber alten Hunden, Grenzen der
Belastbarkeit, Lebensqualität im Mittelpunkt
 Haftungsaspekte: Rechtliche Rahmenbedingungen bei altersbedingten
Einschränkungen
 Aktuelle Forschung und Tests: Neue Studien zu Altersdiagnostik, Verhalten und
kognitiver Leistungsfähigkeit bei Hunden
 Praktische Übungen: Beobachtung und Bewertung altersbedingter Veränderungen,
Erprobung von Anpassungsstrategien im Setting
o z. B. Anpassung von Dauer, Intensität und Umfeld der Einsätze
o alternative Aufgaben für ältere Hunde
o Förderung durch sinnvolle Beschäftigung und achtsame Kommunikation
Ziel:
Die Teilnehmenden lernen, die Bedeutung des Alters für das Verhalten und die
Einsatzfähigkeit von Hunden in der TGI fundiert einzuschätzen. Sie können altersgerechte
Strategien entwickeln, um das Wohlbefinden, die Sicherheit und die Würde des Hundes auch
im fortgeschrittenen Alter zu gewährleisten.